Archiv März 2009
Heute war ja mein Orthopädentermin. Nachdem ich pünktlich in der Praxis ankam, wurde ich mit den Worten begrüßt: “Wir liegen aber ganz schön zurück, so 1 1/2 bis 2 Stunden müssen Sie warten. Wenn Sie noch woanders hingehen möchten, können Sie das ruhig.” Ich: “Wenn ich laufen könnte, würde ich das sicher tun. Ich bin froh einigermaßen hier hin gekommen zu sein.” “…oh.”
Gut, egal, ich war nun mal da und wollte wissen, was mit meinem Knie los ist. Aus den 1 1/2 bis 2 Stunden sind dann mal eben 3 1/2 – 4 geworden. Da war ich so langsam am Ende mit meiner Geduld. Trotz Termin so lange zu warten finde ich selbst für Orthopäden heftig. Das Witzige, in der Zeit verschwanden doch tatsächlich meine Schmerzen im Knie. Aber das änderte sich ziemlich schnell als ich dann doch mal dran kam und der Arzt mein Knie in die Mangel nahm. Und das meine ich so, wie ich es schreibe. Dagegen war das draufrumdrücken meines Hausartzes ein Fliegenschiss. Hat der mein Knie verdreht. Wenn ich als Patient in einem der Nebenräume gewesen wäre, hätte ich die Flucht ergriffen bei meinem Gequieke. Read the rest of this entry »
Fortsetzung: Bevor ich mit meiner Krankengeschichte weitermache, sei noch meine Zimmernachbarin erwähnt. Wer im Krankenhaus liegt, der kann was erzählen. Dazu muss ich erst mal mein Offline-Tagebuch heranholen, damit ich auch keine Merkwürdigkeit vergesse
. Sie war schon etwas… hm… speziell. Allerdings hatte sich auch eine heftige OP hinter sich. Erst dachte ich, sie hätte eine Kehlkopf-OP gehabt, weil sie dort eine “Luftöffnung” hatte. Hinterher erfuhr ich, dass sie nach einem schweren Unfall am Kiefer operiert wurde (warum dann allerdings die Öffnung gelegt wurde, entzieht sich meiner Kenntnis, bin halt kein Mediziner). Sie wurde über die Feiertage von der Kiefernchirurgie nach oben auf die Neurologie verlegt, wegen Auslastung der Station und Personal und so.
Während meines Aufnahmegespräches wurde sie in “mein” Zimmer einquartiert. Wg. des verklammerten Kiefers hatte sie eine Nasensonde, über die sie ihre Nahrung aufnehmen sollte. Nachdem wir dann alleine im Zimmer waren, war ihre erste Tat sich den Schlauch mal eben so aus der Nase zu ziehen
. Der erste Schreck. Sie lief hin und her wie eine Raubkatze im Käfig und brabbelte (sorry, anders kann man es nicht sagen) ständig, sie wolle nach Hause, zog an ihrer Tropfnadel rum, das mir Angst und Bange wurde. Ich machte mich schon auf eine schöne Vor-OP-Nacht gefasst. Read the rest of this entry »
Ich weiß, ganz neue Erkenntnis :kaugummi: . Nervt immer. Aber nervt besonders, wenn man was an den Knochen hat. Ich meine, bei einer Erkältung, Grippe, allem was mit Fieber zu tun hat und den Körper extrem schwächt, ist man froh, wenn man im Bett liegen kann und seine Ruhe hat. Hat man was an den Gräten, funktioniert der Kopf (im Regelfall) ja wunderbar. Nur der Körper will nicht.
Das hatte ich Ende 2007/Anfang 2008 echt zur Genüge. Es find Heiligabend 2007 an. Ich saß im Schneidersitz auf dem Boden (ich sitze sehr gerne im Schneidersitz auf dem Boden) und packte die letzten Weihnachtsmitbringsel ein (große Geschenke sind zum Glück inzwischen abgeschafft), als sich auf einmal ein seltsames Gefühl in meinem rechten Fuß und Unterschenkel breitmachte. Fing an sich irgendwie taub anzufühlen. Ich dachte, ok, hast du dir beim Sitzen einen Nerv abgeklemmt, wird schon wieder. Wurde aber nicht. Ich konnte nicht mehr richtig laufen, weil mein Fuß irgendwie nicht so richtig wollte. Schmerzen hatte ich keine, auch nicht im Rücken.
Klar, ein Ziehen im Rücken hatte ich vorher schon mal, aber wer hat das nicht. Hatte ja auch ein paar Wochen vorher neue Lattenroste gekauft und in den 2. Stock hochgetragen. Die waren aber nicht schwer, nur etwas sperrig. Also nichts wirklich dramatisches. Read the rest of this entry »
Gerade noch mal zum Arzt geschleppt. Erst habe ich überlegt noch mal das Wochenende abzuwarten, aber da sich nach 5 Minuten durch die Wohnung humpeln prompt wieder der Schmerz meldete… Meine Mutter und ihr LAG haben mich dann netterweise gefahren, kuppeln hätte ich auch nicht können. Treppe runter reichte schon.
Beim Doc war es dann zum Glück sehr leer (wie meistens in der letzten Zeit, Folgen der “Gesundheitsreform”?), so dass ich nicht lange warten musste. Und zielsicher hat er diesmal exakt den am meisten schmerzenden Punkt getroffen. Wenn bei euch so um 11:15 Uhr die Scheiben gewackelt haben, das war ich. Hat das weh getan. Ich bin mittlerweile echt hart im nehmen was Schmerzen betrifft, aber das muss ich echt nicht öfter haben. Dafür habe ich dann aber dieses Mal auch nur eine Spritze reingerammt bekommen (hab schon lauter blaue Tupfen am Knie). Eine weitere Woche aus dem Verkehr und eine Überweisung zum Orthopäden, weil, so geht es nicht weiter. Da muss jetzt genau geguckt werden, was der Grund ist. Jedenfalls haben “wir” jetzt schon mal lokalisiert woher es kommt. Es sitzt am unteren Ansatz des Innenbandes, über dem Schienbein.
Jetzt versuche ich gerade meinen Orthopäden zu erreichen, was telefonisch wirklich schwierig ist. Bei ihm durchzukommen ist fast wie ein 6er im Lotto. Ansonsten fahre ich Montag Morgen mit dem Bus zum Bahnhof (Zum Glück ist die Praxis direkt dort, das habe ich mir damals wg. meiner Bandscheibennachsorge so ausgesucht, weil ich da wochenlang kein Auto fahren durfte. Nebenbei ist es auch eine sehr gute Praxis.) und setze mich so lange ins Wartezimmer, bis sich einer erbarmt. Mein I-Pod hat ganz viel Musik und Hörbücher.
Eines bringt dieses zur Untätigkeit verdonnert ja mit sich. Ich habe mal Zeit und Ruhe hier was zu tippen
. Eigentlich könnte ich jetzt auch endlich den Bericht und die Fotos meiner letzten Indienreise online bringen. Ich hab’s ja nur im Knie. Und nicht in den Tippfingern.
Update: Wow. Ich fass es nicht. Beim dritten Versuch freie Leitung erwischt. Nach drölfzig mal klingeln ging auch jemand ran. Und, tata, ich habe direkt für nächste Woche Dienstag, 13:45 Uhr einen Termin bekommen. Allerdings, der drückt mir bestimmt wieder auf dem Knie rum
Anfang Februar bin ich umgezogen. Grundsätzlich ist das ja sehr schön. Nach 22 Jahren so was wie ein Neuanfang. Die Pro und Contras hatte ich schon hier aufgelistet. Schon direkt nachdem ich wieder aus Indien zurück war, ging es los mit der Schlepperei. Auf Grund meines angeschlagenen Rückens und der Bandscheiben-OP Ende 2007, habe ich versucht, das möglichst schonend zu machen und nicht so schwere Klamotten zu tragen. Mein Dank geht an S., die Haushaltshilfe meiner Mutter, die zugepackt hat ohne Ende. Auch wenn sie dafür bezahlt wird, ohne ihre Hilfe vorab wäre der eigentliche Umzug am 7. Februar nicht so schnell über die Bühne gegangen. Aber ich komme vom Thema ab. Read the rest of this entry »